mod.DisplayIFLI

v1.03 12.06.18


Hinweis: Für dieses Modul ist eine REU erforderlich.


DisplayIFLI hat keinen eigenen Requester.

Das Modul DisplayIFLI zeigt den aktuellen Inhalt des 4Bit-Speichers als IFLI-Bild an, ohne GoDot dazu verlassen zu müssen. Damit ist es nun möglich, Bilder von beliebigen Programmen (die von GoDot unterstützt werden) - also Bilder in ebenso beliebigen Grafikmodi - mal eben im IFLI-Modus anzuzeigen. Besonders gut kann man Bilder von Fremdrechnern auf ihre spätere Wirkung in diesem Grafikmodus beurteilen. Außerdem können die Auswirkungen mancher Bearbeitungsvorgänge (als zwei Beispiele unter vielen: die Anwendung von OddSwap oder das Ausprobieren einer Überlagerung mit Abdunklungsmasken) direkt visualisiert werden.

Die IFLI-Anzeige verdeutlicht die hohe Qualität der Bilder im 4Bit-Grafikformat, wie man im folgenden Video-Screenshot des Emulators VICE sehen kann:

DisplayIFLI
Am linken Rand sieht man den in IFLI unumgänglichen FLI-Bug, ansonsten ist die Darstellung der PC-Farben dieses Bildes aus dem DOS-Spiel "Commander Keen" beeindruckend originalgetreu.

Das Modul geht so vor, dass zuerst gecheckt wird, ob eine REU angeschlossen ist (und ob auf ihr genügend Platz frei ist). Ist das nicht der Fall, startet DisplayIFLI erst gar nicht. Der Rahmen blinkt in diesem Fall kurz rot. Wurde eine REU gefunden, klont GoDot den laufenden C64 (das GoDot-System) komplett in die REU. Das ist erforderlich, damit GoDot nach Ende der IFLI-Anzeige rekonstruiert werden kann. Jetzt beginnt die Aktivitätsanzeige zu laufen. Sie verdeutlicht die sechs Render-Durchgänge, um GoDots 4Bit-Daten in ein IFLI-Bild zu konvertieren (nach dem Algorithmus von FunPaintII, mit der generellen Hintergrundfarbe schwarz). Dieser Vorgang ist ziemlich zeitaufwendig, nicht ungeduldig werden. Nach dem sechsten Render-Pass schaltet GoDot um in den virtuellen C64, in den das Bild hineingerendert wurde (und ebenso die Darstellungsroutinen, die wir von Manfred Trenz übernommen haben, da der IFLI-Player von Adrian Gonzales aus dem Lader JPGViewer recht große PAL-Timing-Probleme aufweist). Mit der Space-Taste beendet man die Anzeige, der virtuelle C64 wird "abgeschaltet" und GoDot übernimmt wieder das Ruder, bereit, das nächste Bild zu zeigen.


Trivia: Eigentlich ist GoDot technisch nicht in der Lage, unter eigener Kontrolle IFLI-Bilder anzuzeigen, da diese Bilder ihre Daten auf zwei VIC-Bänke verteilen müssen (es werden gleichzeitig zwei komplette FLI-Bilder im Speicher gehalten, die sich interruptgesteuert um einen Pixel versetzt in der Anzeige abwechseln), meistens die Bereiche von $4000 bis $7fff und $c000 bis $ffff. Beide Bereiche belegt bereits GoDot selber (im ersten liegt die erste Hälfte seines 4Bit-Bildes und im zweiten befinden sich alle vorher geladenen Bearbeitungsmodule), ein IFLI-Bild passt da nicht mehr hinein. Mit dem Fertigstellen des Laders JPGViewer (im Jahr 2003) änderte sich die Lage, denn man sollte nie "nie" sagen: Der JPGViewer eröffnet einfach einen virtuellen zweiten C64 in der REU und lagert das Laden des JPG-Bildes dorthin aus. Genauso verfahren wir auch bei DisplayIFLI. Die Anzeige des IFLI-Bildes findet in einem virtuellen zweiten C64 statt, der dann nach getaner Arbeit mitsamt den Bilddaten einfach in der REU verschwindet und GoDot wieder das Feld überlässt.


Die IFLI-Darstellungsroutinen in DisplayIFLI sind übernommen aus dem IFLI-Editor Fun Painter II von Manfred Trenz.


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Arndt Dettke
support@godot64.de