ldr.Handyscanner

v1.02 17.06.00


Handyscanner 64

Scan mit dem Handyscanner (mit PC vergrößert)
Ein mit GoDot hergestellter Scan (von dieser Vorlage)

Der Scanntronik Handyscanner erzeugt Bilddaten, die im Format 528×640 Pixel vom C64 aufgenommen werden sollen.

Die Originalsoftware (Handyscan oder Handyfox) kennt eine Option, die Daten mit 300% Vergrößerung einzulesen. Diese Einstellung liest die Daten 1:1 ein, ohne digitalisierte Werte zu verschlucken. Alle anderen Einstellungen (bis hinunter zu 30% Vergrößerung) arbeiten so, dass die Scanntronik Scannersoftware linear einen Teil der empfangenen Daten verwirft und nicht zur Darstellung des Bildes heranzieht. Scans mit einer geringen Vergrößerungsangabe sehen daher ziemlich grob und letztendlich enttäuschend aus.

Aus diesen Grund arbeiten wir in GoDot beim Scannen grundsätzlich in voller Auflösung (entspricht der 300%-Einstellung der Original-Software). Die anfallenden Daten jedoch passen nicht vollständig in den 4Bit-Speicher. Außerdem steht das Bild direkt nach dem Einlesen um 90 Grad nach links gekippt im Rechner. Daher bearbeitet der Lader die Daten des Geräts bereits während des Scannens: Sie werden zunächst auf 400×640 Pixel beschnitten (weshalb das linke Drittel des Scan-Motivs im Sichtfenster des Geräts unberücksichtigt bleibt und nicht eingelesen wird). Danach wird auf die typischen 320×200 Pixel umgeschichtet und resamplet (was das ist: s. PFoxResample). Das bringt Vorteile und Nachteile.

Zuerst zum Nachteil: die feste Skalierung auf 1:1 begrenzt den Scanbereich auf Vorlagemotive mit einer Größe von 8×5 cm. Bei größeren Bildern muss man auf die Originalsoftware zurückgreifen. Vorteile: das Resamplen führt zu einem Anti-Aliasingeffekt, bei dem scharfe Übergänge, Ecken usw. "aufgeweicht" werden. Das Bild im Speicher ist danach ein echtes Graustufenbild, das mit den Balancing-Einstellungen (und ApplyMap) optimiert werden kann. GoDot-Scans sind daher gut geeignet für die Darstellung in Multicolor. Nichtsdestotrotz liegen alle Informationen für eine optimale Hires-Wiedergabe vor (s. Dithering, Druckvorbereitung).

Beste Scans entstehen, wenn das Hardware-Dithering des Scanners ausgeschaltet ist (Schieber "Dither" am Gerät auf Stellung "B/W") und von einer dunklen Vorlage ausgegangen wird (Regler "Bright" zwischen "H" und "T" der Beschriftung). Die Kontrastregelung bleibt auf mittlerer Position. Nur Strichzeichnungen können auch mit vollem Hardwareraster eingelesen werden (Schieber "Dither" ganz rechts), man erhält dadurch mehr Graustufen fürs Anti-Aliasing.

In GoDot kann man zusätzlich wählen, in welcher Graustufen-Auflösung die Daten abgespeichert werden sollen: Gray 5 (das umfasst die fünf C64-Grauwerte), Gray 9 (damit sind die neun Hardware-Graustufen des C64 gemeint, repräsentiert in der Palette mit 9 Farben) und Gray 16 (alle Graustufen, werden als Falschfarben angezeigt).

Anders als bei der Originalsoftware wird in GoDot von links nach rechts gescannt, nicht von oben nach unten, man erhält also immer querformatige Bilder. Sollen hochkant stehende Motive (die liegen in GoDot dann auf der Seite) ausgedruckt werden, sollte man sie bei langgezogenen Ergebnissen (wegen des auf Druckern möglicherweise vom Handyscanner abweichenden Pixelaspekts) vorab auf eine Breite von 36 Kacheln "einschrumpfen" (mit ClipWorks, Shrink). Gleiches gilt für die Weiterverarbeitung eines Scans mit Pagefox oder mit einem anderen Computertypen.

Hinweis: Durch das Resampling ist die oberste Rasterzeile des Ergebnisses in den meisten Fällen dunkler als gewünscht. Dies kann man nur durch Nachbearbeitung (z.B. mit PixelEdit) beheben. (In den Beispielen unten haben wir nicht nachbearbeitet.)

Anzeige in "Image Information":


Korrespondierende Saver: 4BitGoDot, 4BitClip


Weitere Beispiele:

Million Years
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Iron (1952)
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Cinderella
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Clara Schumann
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Time Masters
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Arndt Dettke
support@godot64.de